Hinschau Garantie: Botschaften am Himmel

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Die meisten von uns werden so etwas vermutlich noch nie gesehen haben: Eine bewegte, also animierte Botschaft am Himmel, der als Projektionsfläche dient.
Nachdem so etwas so äußerst selten zu sehen ist, sage ich einfach:
Da schauen unter Garantie alle hin. Und alle, das sind ganz viele, das ist nämlich jeder!
Was kann denn projeziert werden? Logos, Grafiken, Fließtext, Animationen (Zeichentrickfilme), Informationen, …
Die Wolken müssen natürlich in einer bestimmten Entfernung vom Erdboden sein, sie müssen eine ganz definierte Konsistenz aufweisen, und auch die Größe muss stimmen. Nur dann funktioniert es.
Es gibt auch weitere Faktoren, auf die man penibel achten muss. Doch nachdem der Mitbewerb schon mal hin und wieder versucht, Oxygon und seine Produkte/Dienstleistungen zu kopieren und sich mit fremden Federn zu schmücken, möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten.
Nur so viel noch: Was macht man eigentlich, wenn der Himmel wolkenlos ist?
Lange Jahre wurden darauf verwendet, für diese Herausforderung eine geeignete und vor allen Dingen abgesicherte Lösung zu entwickeln (was ja das Markenzeichen der Unternehmensgruppe Oxygon ist). Unwirklich viele Tests wurden immer und immer wieder durchgeführt, und mit einer an Sturheit grenzenden Beharrlichkeit wurde geforscht und ausprobiert.
Es war wirklich nicht einfach (sonst würde es ja jeder machen …). Dennoch ist es gelungen, eine Methode zu entwickeln, wie man auch bei völlig wolkenlosem Himmel trotzdem eine Wolkenprojektion realisieren kann!
Worauf wir mächtig stolz sind!
Hier ein Foto einer solchen gigantisch großen Projektion, die auch noch in mehreren Kilometern Entfernung gut zu sehen ist:
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Unglaublich, nicht wahr? Ja, mein Job macht schon außergewöhnlich viel Spaß und eine enorme Freude und Befriedigung!
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Und eine weitere exklusive Möglichkeit, Schriften am Himmel erscheinen zu lassen, sehen Sie auf dem folgenden Video.
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Dort werden Schriften mit Hilfe von Feuerwerk (also richtige Feuerwerksschriften) am Himmel sichtbar. Allerdings, ziemlich aufwändig ist das schon. Für die Feuerwerksschriften aus dem folgenden Video waren 40 Feuerwerker im Einsatz:
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(Dieses Video ist auch unter dem folgenden Link zu sehen: https://youtu.be/ilSwmhYJBGU )


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Feuerwerksschriften

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Falls Sie das Thema näher interessiert:
Spiegel Online und die Badische Zeitung haben zu diesem Thema hochinteressante Artikel geschrieben, wie das mit den Himmelsprojektionen früher mal angefangen hat.
Im Anschluss finden Sie beide lesenswerte Artikel.
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Himmelsprojektionen früher
Bis heute dürfte es keine zweite Werbekampagne gegeben haben, die so emotionale Reaktionen im Publikum hervorrief. Schon in der Juli-Nummer der Werkzeitschrift des Unternehmens Henkel „Blätter vom Hause Henkel“ des Jahres 1927 wurde auf 26 Seiten (!) eine kleine Auswahl an Zeitungsberichten, Leserzuschriften, Versen und dergleichen wiedergegeben. Ein Vielfaches davon war eingegangen.
Der Spiegel-Online schrieb zu diesem Thema folgendes:
Himmelsschreiber
Wolk of Fame
Wenn sie loslegten, starrten Tausende gebannt in die Luft: In den Zwanziger Jahren revolutionierten Himmelsschreiber die Reklame. Mit tollkühnen Manövern zeichneten sie riesige Werbebotschaften in den Himmel. Der Erfinder wurde erst belächelt – und dann steinreich.
Auf einmal war der Mann, der sich nicht als profaner Pilot, sondern als Künstler am Himmel verstand, vom Radar verschwunden. Eine halbe Million Flugkilometer hatte Jörg Steber da schon zurückgelegt, in seinem Leben Tausende Loopings, Sturzflüge und andere waghalsige Manöver sicher gemeistert. Doch an diesem 2. Juli 2006 verunglückte der Luftartist auf einem banalen Rundflug über Hamburg, wie er ihn seit Jahren mehrmals täglich für Touristen aus aller Welt angeboten hatte.
Nur wenige Minuten nach dem Start war in Stebers Wasserflugzeug, einem Oldtimer vom Typ Beaver DHC-2, Feuer ausgebrochen. Das Triebwerk versagte, Steber versuchte eine Notlandung auf der Elbe, doch seine Maschine zerschellte zwischen den Gleisen eines Rangierbahnhofes in der Nähe des Hamburger Spreehafens. Vier Insassen waren sofort tot, Steber starb 16 Stunden später an seinen Verletzungen.
Mit dem Tod des erfahrenen Piloten, der an dem Unglück keine Schuld trug, verlor Hamburg nicht irgendeinen Flugnarren. Sondern den Mann, der als letzter Deutscher noch bis in die achtziger Jahre fast vergessenen Beruf ausgeübt hatte: Jörg Steber war Himmelsschreiber.
Vergängliche, romantische Werbung
Weißen Rauch hinter seinen Flugzeugen herziehend, hatte er einst mit eleganten Flugmanövern verlockende Botschaften an den Himmel gezaubert: Mal war es Werbung für ein Waschmittel, mal der Name eines großen schwedischen Möbelhauses, dann wieder Liebesschwüre und Heiratsanträge. Oder einfach nur ein riesiges Smiley.
Zweifellos erregte die weiße Rauchschrift auch noch in den Achtzigerjahren Aufmerksamkeit und entlockte manchen Zuschauern einen nostalgischen Seufzer. Denn die Himmelsbotschaften schienen letzte Relikte aus einer Zeit zu sein, in der Werbung noch einen Hauch von Ruhe, Romantik und Vergänglichkeit ausstrahlte, eine wohltuende Abwechslung zur blinkenden und lärmenden Dauerbeschallung des elektronischen Werbezeitalters. Spätestens nach einer halben Stunde zerflossen die wolkigen Botschaften sanft; die Natur hatte den Himmel wieder in eine werbefreie Zone verwandelt.
Es war ein arbeitsloser britischer Weltkriegsveteran, der als Erster die verrückte Idee hatte, das Flugzeug in einen überdimensionalen Pinsel umzufunktionieren und den Himmel zur größten aller Plakatwände zu machen. Jack Clifford Savage hatte schon 1909 mit Rauchwolken experimentiert aber erst nach dem Ersten Weltkrieg schaffte er den Durchbruch: Erstmals gelang es ihm, Worte an den Himmel zu schreiben, indem er, wilde Kurven fliegend, aus zwei langen Auspuffrohren unter dem Leitwerk Paraffin-Öl in die Atmosphäre blies. Savage hatte sogar daran gedacht, die Wörter spiegelverkehrt in den Himmel zu zeichnen, so dass sie vom Boden aus richtig zu lesen waren.
47.000 Anrufe binnen drei Stunden
Anfangs verlacht von seinen ehemaligen Kriegskameraden aus der Royal Air Force, wurde seine Erfindung schon bald als die Werbetechnik der Zukunft gefeiert – Balsam auf der Seele des knorrigen Außenseiters: Als „Phantast“ sei er einst verhöhnt worden, schrieb er später und fügte in beleidigtem Unterton hinzu: „Flugzeugkonstrukteure, die Millionen-Vermögen besaßen, weigerten sich, mir, dem Idealisten … auch nur die bescheidensten Summen für meine ‚unsinnigen‘ Pläne zu leihen.“
Doch jetzt, Anfang der zwanziger Jahre, bewies er seinen phantasielosen Kritikern, dass das Fliegen von Wörtern mehr als eine rein technische Herausforderung war – sondern eine echte Goldgrube: 1922 bezahlte die britische „Daily Mail“ Savage dafür, während eines Pferderennens den Namen der Tageszeitung an den Himmel zu malen. Legendär wurde ein Jahr später Savages Kunstflug über New York: „Hello USA“, schrieb der Pilot in den wolkenlosen Himmel, „Call Vanderbilt 7200“. Vanderbilt war ein Luxushotel in New York.
Und tatsächlich: In einer Zeit, in der es noch kein Massenmedium wie das Fernsehen gab, das Radio noch in den Kinderschuhen steckte und Werbung mühsam an Litfaßsäulen tapeziert werden musste, liefen die Telefonleitungen in dem Hotel heiß. Mehr als 47.000 Amerikaner riefen dort innerhalb von drei Stunden an und wurden mit Mitarbeitern des Tabakunternehmers George Washington Hill verbunden. Hill arbeitete damals als Verkaufsmanager für die American Tobacco Company, zu der unter anderem die Marken Lucky Strike und Pall Mall gehörten – und er war aufgeschlossen für ungewöhnliche Werbetechniken.
Berlin starrt in den Himmel
So ließ er sich schon seit Jahren von PR-Spezialisten wie Edward Bernays beraten. Dessen spektakuläre Werbekampagne für Lucky Strike sollte Frauen zum Rauchen in der Öffentlichkeit animieren, indem Zigaretten kurzerhand zu „Torches of Freedom“ („Freiheitsfackeln“) umgedeutet wurden. Das war 1920 gewesen, jetzt, drei Jahre später, war Hill begeistert von der erfolgreichen Werbeaktion am Himmel.
Flugpionier Jack Savage bekam von ihm einen millionenschweren Auftrag, stellte eigene Piloten ein und verfügte schon bald über einen Flugzeugpark mit 25 Maschinen – „wohl die größte Privat-Luftflotte der ganzen Welt“, wie er stolz bemerkte. Über 300 US-Städten kreisten seine Piloten und hinterließen dort fünf Buchstaben: „LSMFT“. Die seltsame Abkürzung kannte damals jedes Kind: „Lucky Strike means fine tobacco!“
Es dauerte nicht lange, bis die himmlische Art zu werben auch in Europa Nachahmer fand. Als erste Firma auf dem Kontinent setzte der deutsche Waschmittelkonzern Henkel systematisch auf das neue Konzept. Im Mai 1927 beauftragte er zwei Piloten damit, ein gigantisches „Hallo Berlin!“ in den blauen Hauptstadthimmel zu schreiben – und brachte damit das Leben in der sonst so geschäftigen Stadt fast zum Erliegen.
„Der Potsdamer Platz bot für einige Minuten ein Bild absoluter Ruhe, und straßauf und straßab hielten Autos und Straßenbahnen, gestikulierten aufgeregte Menschen“, schrieb Paul Mundhenke, damals Werbeleiter von Henkel. Geschickt ließ man die Berliner eine zeitlang über den Sinn der Grußworte rätseln. Umso besser prägte sich die Botschaft ein, als ein weiteres Flugzeug startete und rund 8000 Kubikmeter Rauch pro Sekunde hinter sich herzog: Jetzt prangte in fetten Lettern „Persil“ über Berlin. Der Schriftzug war sieben Kilometer breit.
Der Jungfernflug wurde zum bahnbrechenden Erfolg. Verdutzte und begeisterte Zuschauer schickten der Firma Dutzende Zuschriften und reimten sogar Gedichte. „Das Echo, das die Himmelsschrift geweckt hat“, notierte das Unternehmen 1927 stolz, „ist ohne Zweifel das spontanste, das je ein Propagandafeldzug in Deutschland gefunden hat.“
Göttliche Botschaften
Sofort engagierte Henkel ein Team von Piloten, die nun regelmäßig zu Reklameflügen starteten. Nach außen informierte der Konzern auf Werbefaltblättern die Menschen detailliert darüber, wie er das Himmelsspektakel organisierte: Die Piloten wurden zu monatelangen Fortbildungen nach London geschickt und trainierten dort zunächst auf Fahrrädern, um zu lernen, wie man in Spiegelschrift schreibt. Intern spielten die Henkel-Juristen gleichzeitig schon einmal Schreckensszenarien durch: Wie würde man auf Regressansprüche reagieren, wenn in die Luft starrende Autofahrer Unfälle verursachten?
Keine ganz abwegige Befürchtung, denn die Deutschen ließen sich von der spektakulären Werbung in helle Aufregung versetzen. Zeitungen berichteten über Panik, nachdem einige Menschen aus der Entfernung fälschlicherweise „Pest“ statt „Persil“ gelesen hatten. Gläubige sanken ehrfürchtig zu Boden, weil sie den Namen des Waschmittels „IMI“ am Himmel als göttliche Abkürzung für Jesus-Maria-Joseph gedeutet hatten.
Andere wiederum waren tief gerührt von der Werbung, die ein Waschmittel in die Nähe des Allmächtigen rückte. „Alle reden nur von Persil, auch die eleganten Herren und Damen, die nichts vom Waschen wissen“, berichtete eine Haushaltshilfe. „Ich kriege Tränen in die Augen, dass auf einmal Waschen so wichtig ist, wo es doch mit meiner niedrigen Arbeit zu tun hat.“ Selbst Kinder schrieben an die Firma Henkel wie sonst nur an den Weihnachtsmann und wünschten sich ihren Namen an den Himmel. Und schon bald sprachen die Deutschen an wolkenfreien Tagen nur noch vom „Persil-Wetter“.
„Tschüs Jörg!“
Doch der überwältigende Erfolg währte nicht lange. In den dreißiger Jahren wollten die Nationalsozialisten den Himmel exklusiv für ihre Propagandaaktionen nutzen. Nach dem Machtantritt Hitlers verweigerten sie Henkel daher immer häufiger die Genehmigung für deren Reklameflüge. Zudem wurden die Henkel-Piloten nach und nach in die Luftwaffe eingezogen.
Die Idee der Himmelswerbung überlebte dennoch das Wüten der Nazis, nicht aber die Logik des Kapitalismus: Nach 1945 stellte Henkel zwar wieder Piloten für seine Persil-Reklame ein. Doch gegen die aufkommenden Massenmedien, die mit viel weniger Aufwand und Kosten weit mehr Menschen erreichen, konnte sich die antiquierte Reklametechnik bald nicht mehr behaupten.
Und so gehörte Jörg Steber in den achtziger Jahren zu den ganz wenigen Nostalgikern weltweit, die die alte Werbekunst noch gelegentlich ausübten. Am Tag seiner Beerdigung war dennoch eine Botschaft am Hamburger Himmel zu lesen: „Tschüs Jörg“ stand auf einem Banner, das ein Flugzeug hinter sich herzog – in den Himmel schreiben konnte die Wörter jetzt in Deutschland niemand mehr.
Und in der Badischen Zeitung konnte man lesen:
Der tosende Potsdamer Platz kam für Minuten zum Stillstand, Autos und Straßenbahnen hielten, Menschen gestikulierten. Wilde Gerüchte kamen auf: Weltuntergang, Kriegsgefahr, Pestankündigung. Der Werbeleiter der Firma Henkel, Paul Mundhenke, war begeistert. Wie von Geisterhand geschrieben standen die Worte „Hallo Berlin!“, von zwei Flugzeugen produziert, deutlich lesbar am stahlblauen Himmel über der Hauptstadt: „Kurz nach halb sieben Uhr endlich“, berichtet Mundhenke, „erreichte die Spannung die höchste Steigerung, als wiederum hoch droben ein silberner Vogel seine Kreise zog und des Rätsels Lösung brachte. Mit dem Erscheinen des Wortes Persil war der Bann gebrochen, der Strom fröhlicher Spaziergänger zog weiter – sprach von Persil und zerbrach sich den Kopf über das Wesen dieses Wunders.“
Mit dem zirkusreifen Spektakel war eine neue Reklameepoche angebrochen: Von diesem 2. Mai 1927 an war sogar der Himmel Werbefläche. Schon im Vorfeld der Kampagne hatte Henkel Medien, Handel und Privathaushalte strategisch bearbeitet, durch Pressemeldungen, Wurfsendungen oder Vertreterbesuch: „In Hamburg, Köln, Frankfurt und Leipzig standen Maschinen startbereit, um nach erhaltener telegraphischer Mitteilung über die erfolgreiche Abwicklung des ersten Berliner Fluges gleichfalls mit den Operationen zu beginnen.“
Es war die Mannschaft von Jack Clifford Savage, eines nach dem Ersten Weltkrieg arbeitslosen Majors der Royal Air Force, die fortan den Himmel über Deutschland mit Waschmittelbotschaften aus dem Hause Henkel beschrieb. Schon 1909 hatte Savage Versuche mit Rauchspuren aus Flugzeugen gemacht; nach dem Ersten Weltkrieg war es ihm erstmals gelungen, Worte an den Himmel zu malen, in einer Höhe von 3000 bis 5000 Metern und bei etwa 150 Stundenkilometern Tempo: Paraffinöl wurde dabei unter Druck und Nutzung der Motorwärme in die Atmosphäre geblasen. Die Schriftzeichen hatten eine Ausdehnung von 1,5 Kilometern, wurden spiegelbildlich in den Himmel gesetzt, so dass sich für die Beobachter am Boden orthografisch korrekte Wörter bildeten. Bereits 1922 hatte Savage den Namen der englischen Tageszeitung Daily Mail während eines Pferderennens Hunderttausenden von Zuschauern schlagartig bekanntgemacht. Ein Jahr später war schon der Himmel über New York seine Schreibtafel: „Hello USA. Call Vanderbilt 7200.“ In weiser Voraussicht hatte Savage im gleichnamigen Hotel dem Tabakzaren George W. Hill eine Suite reservieren lassen. Ergebnis: innerhalb von drei Stunden 47 000 Anrufe. Hill war von der Wirkung der neuen Reklamemethode überwältigt – und Savage erhielt einen Auftrag über eine Million Dollar, gründete die „American Skywriting Corporation“, heuerte Piloten an, kaufte 25 Flugzeuge. Noch 1923 war über 300 amerikanischen Städten der Zigarettencode LSMFT („Lucky Strike means fine tobacco“) zu lesen. Über seine Erfindung, die er sich durch 72 Patente hatte absichern lassen, berichtete Savage nicht ohne Stolz und nicht ohne sich selbst dabei gehörig in Szene zu setzen: „Die Vervollkommnung dieser Idee hat lange auf sich warten lassen; manchen Schweißtropfen und manche vergebliche Arbeit, auch manches zunächst uneinbringliche Stück Geld gekostet. Meine Freunde, die es als Kriegslieferanten zu großem Wohlstand brachten, lachten über mich, den ,Phantasten‘, der die gewaltigen Fortschritte der Flugtechnik den hohen Zielen friedlichen Wettkampfes der Nationen dienstbar machen wollte. Flugzeugkonstrukteure, die Millionenvermögen besaßen, weigerten sich, mir, dem Idealisten, als ich nach dem Kriege meine Versuche mit recht geringem Betriebskapital wieder aufnahm, auch nur die bescheidensten Summen für meine ,unsinnigen‘ Pläne zu leihen. Natürlich sollte auch der selbst ernannte Idealist am Ende materiell nicht zu kurz kommen.“
Deutschland war das erste Land auf dem europäischen Kontinent, in dessen Himmel die Werbekunstpiloten kreisten, und zwar ausschließlich für die Firma Henkel. Diese ließ nichts unversucht, das Interesse an der Sensation strategisch auszuschlachten, in Handzetteln etwa: „Lange Monate beständiger Übung sind nötig, um einen Himmelsschreiber auszubilden. Bei dieser Ausbildung wird der Pilot zuerst auf Fahrrädern trainiert, damit er sich an das Gefühl, Worte in Spiegelschrift zu schreiben, gewöhnt.“ In der Tat sprengte der Aufwand der Aktionen alles, was es hier bis dahin auf dem Reklamesektor gegeben hatte. So schickte Henkel seine Piloten eigens nach Hendon bei London in eine Schule für Himmelsschrift, wo sie, von einfachen Rückwärtsschreibübungen am Boden angefangen, später in der „Fortgeschrittenenklasse“ lernten, sich beim fliegenden Schreiben imaginärer Linien entlang hoher Gebäude oder Türme zu bedienen, um die Buchstaben korrekt und gerade in die Luft zu setzen.
Zu ihren besten Zeiten verfügte die Henkel-Luftflotte über acht einsatzbereite Piloten samt Maschinen. Am 17. April 1929 wurde unter Savages Ägide sogar eine Tochterfirma „Gesellschaft für Himmelsschriften und Wolkenprojektionen mbH“ gegründet: Neben den nur tagsüber aktiven Himmelsschreibern verfügte Henkel inzwischen nämlich auch über Lkw und Schiffe, die mit Projektionsapparaten nachts in der Lage waren, die Persil-Botschaft an den Himmel zu werfen. Freilich fehlte es auch nicht an Bedenkenträgern: Die Henkel-Hausjuristen warnten vor Regressansprüchen infolge der durch das Spektakel verursachten Verkehrsstaus und Unfälle. Und in der deutschen Juristenzeitung wurde noch Jahre später über die Nutzung von Himmelsparzellen zu werblichen Zwecken debattiert.
Bis heute dürfte es keine zweite Werbekampagne gegeben haben, die so emotionale Reaktionen im Publikum hervorrief. Schon in der Juli-Nummer der Werkzeitschrift „Blätter vom Hause Henkel“ des Jahres 1927 wurde auf 26 Seiten (!) eine kleine Auswahl an Zeitungsberichten, Leserzuschriften, Versen und dergleichen wiedergegeben. Ein Vielfaches davon war eingegangen.
Vor allem auf dem Land dominierte ehrfürchtiges Staunen, wie beim Redakteur der Lokalzeitung im eichsfeldischen Helmsdorf, der über die „weißen Wolkengebilde“ ausführte: „Augenzeugen berichten, dass das Flugzeug über der Marienkirche in Mühlhausen in einer Höhe von circa 2000 Metern hinschwebte und das Wort Persil in rasendem Fluge in den Äther schrieb. Manche Leute haben in weiter Entfernung das Wort Pest am Himmel gelesen ohne den Flieger zu sehen und sind von einem panischen Schrecken befallen worden. Nun ist alles wieder gut!“
Eine unverhoffte Aufwertung seines Berufsstandes durch die Himmelsschreiber empfand das Alleinmädchen (das bedeutet Haushaltshilfe) Pauline Puttfarken aus Hamburg. Sie schrieb: „Pauline, schreien sie alle, das musst du sehn. Ich denke, es brennt und renne raus und da seh ich das Wunder. Es schreibt sich mit weißen Wolken das Wort Persil auf den blauen Himmel. Und alle reden nur von Persil, auch die eleganten Herren und Damen, die nichts vom Waschen wissen. Ich krieg Tränen in die Augen, dass mit einmal das Waschen so wichtig ist, wo es doch mit meine niedrige Arbeit zu tun hat. Es freut mich aber so. Denn ist das Waschen wohl ebenso wichtig wie das Studieren, denn wo kommen sonst die saubern Hemden her und darum bedank ich mich bei die Persilfabrik und bleibe Ihre Pauline P.“
So viel Ehrfurcht mochten sich die Betrachter der Himmelsschrift in Bottrop nicht abringen: „An der Grenze Bottrop Horst hörte ich aus einer Gruppe von die Himmelsschrift bewundernden Polen folgenden offenherzigen Stoßseufzer: Mensch, Persill, alles Persill. Man wird noch Persill fressen, Mensch, warum schreiben die noch an Himmel, man kriegt doch nichts anders wie Persill.“
Immer wieder entstanden, insbesondere noch während sich die Buchstaben aufbauten, komische, ja absurde Dialoge, je nach Herkunft oder Bildung der Diskutierenden, so zum Beispiel in der Nähe von Leipzig: „,Per ‘ malt das glänzende himmelsschreibende Vögelchen. – Au, ein Druckfehler“, frohlockt einer. „Nee, aber ein Sachse“, bekommt er zur Antwort. „Sicher aus Laibzch, wenn er ,Perlin‘ schreiben will.“
Und in Berlin: „Jorge, sagte ich mir, da stand ein P am Himmel. – Polizei! meinte ein Schlauer, vaduften wa! – Nun kam ein E. – Pe? Petrus! jauchzte die Menge, der will sich verabschieden, jetzt gibt’s endlich gutes Wetter! – Nun kam ein R. – Per? – Gar kein Zweifel! meinte ein gebobbtes Neutrum und stellte das linke Bein lasterhaft frei in die Gegend, wobei es die Mundwinkel verächtlich nach unten zog: Pervers soll das heißen! Es lebe die junge Kunst!“
Selbst der päpstliche Nuntius und spätere Papst Pius XII., der mit bürgerlichem Namen Eugenio Pacelli hieß, kam um einen Kommentar zu den Himmelsschreibern nicht herum, als ihn die örtlichen Honoratioren bei seinem Besuch in Heidelberg vom Bahnhof abholten: „,Ein herrlicher Tag‘, offenbarte der Gast. Plötzlich aber erschien am Himmel ein Zeichen. Klar und deutlich strahlte vom blauen Himmel ein P. Die Heidelberger erschraken und stammelten ehrfurchtsvoll: ,Eminenz, ein Wunder! P wie Pacelli! Wie Pius!‘ –,P wie Persil‘, korrigierte Pacelli, denn er kam aus Berlin.“
Ein ebenso wortreiches wie scharfsinniges Szenario entwickelten die Redakteure der Kölnischen Zeitung in einer Glosse: „Zunächst: schnellstens Kontingentierung des Himmels. Da könnte ja jeder kommen und seine Krähenfüße ans Firmament malen! Binnen kurzem ist die Zeitungsanzeige des großen Spekulanten zu erwarten: ,Vorteilhafte Himmelsecke für Reklamezwecke hat noch abzugeben ‘ Dann aber vor allem vollkommen paritätische Aufteilung des Himmels unter alle Parteien für den Fall von Neuwahlen. An die Besteuerung der Himmelsfläche zu erinnern ist wohl überflüssig; ein neues Ressort hierfür dürfte fieberhaft tätig sein. Den Radierflieger bereithalten, der beim Verschreiben das Gas aufsaugt. Ein nettes Himmelsviertel wäre unbedingt für den Privatgebrauch zu reservieren. Der wirklich moderne Schwerenöter wird sein Rendezvous nur noch mit Himmelsschrift verabreden, womit der bei der Angebeteten obligate Ausruf ,Himmlisch!‘ von seinem Überschwang verliert und die nötige Grundlage bekommt. Und: ,X, kehre zurück, alles vergeben‘ in Himmelsschrift – da lohnt es sich schon einmal durchzubrennen. Ein hübsches Monogramm in Himmelsschrift über dem ländlichen Besitztum wird sich schnell einbürgern, nach seinem Auflösen in die Form einer Wolke noch als Schattenspender zu verwenden. Dafür werden wieder andere, sogenannte rückständige Orte in ihren Reiseprospekten besonders anpreisen: ,Sonnige Lage, Himmel unbeschrieben‘.“
Natürlich fehlten auch dreiste Trittbrettfahrer nicht, wie jener Berliner Diplom-Ingenieur, der per „Einschreibebrief. Vertraulich“ an die Firma Henkel auf das in der Bevölkerung längst zum geflügelten Wort avancierte „Persil-Wetter“ Urheberrechte meinte anmelden zu können – mit deutlichem Hinweis auf das ihm nun zustehende Honorar.
Von privater Hand wurden Henkel Unmengen lyrischer Produkte zugesandt. Ihre Spannweite reichte von Umdichtungen bekannter Kinderlieder wie:
  Wenig Zeit wird noch vergehen
Bis aus Kinderkehlen gellt:
Weißt Du, wie viel Lettern stehen,
An dem blauen Himmelszelt?
über die Adaption klassischer Texte wie Friedrich Schillers meistrezipierter „Glocke“:
  Festgemauert auf der Erden
Steh’n die Menschen dicht gedrängt.
Was gibt’s, dass man mit Gebärden
Sich die Hälse fast verrenkt?
An des Himmels Blau,
Sehet dort genau,
In dem lichten Aether droben
Wort an Wort zur Schrift verwoben.
Wirklich witzige Verskreationen blieben allerdings rar, am gelungensten wohl noch im Epigramm eines unbekannten Meisters:
  Hoch im blauen Himmelsäther
Steht das Riesenwort Persil,
hingeschmissen mit der Feder
eines fliegenden Vergil…
Am 9. Juni 1927 erschien der Henkel-Himmelsschreiber über der Breisgauer Bucht. Tags drauf berichtete die Freiburger Zeitung, dass Tausende von Menschen dem Persilflieger voller Spannung zugeschaut hätten. Und auch hier entstanden, wie überall, die tollsten Gerüchte: „Ein ganz Pfiffiger wollte auch wissen, dass damit den Marsbewohnern Zeichen gegeben werden sollten, zumal schon früher einmal ein amerikanischer Astronom bei seinen Marsbeobachtungen Feststellungen gemacht hatte, die auf ein Bekanntsein von Persil bei den Bewohnern dieses Planeten schließen ließen…“
Natürlich schleifte sich der Sensationseffekt der Himmelsreklame schon im darauf folgenden Jahr merklich ab. Und je häufiger die Henkel-Kunstflieger ihre Botschaften an den Himmel malten, desto seltener brachen fromme Landwirte noch betend ins Knie (was angesichts einer IMI-Himmelsschrift, die, als Jesus/Maria/Joseph fehlinterpretiert, in der Tat vorgekommen war) oder wurden Schulklassen zu Bildern und Gedichten auf Persil inspiriert. Spätestens 1932 begannen sich auch die politischen Verhältnisse zu Ungunsten der Firma Henkel zu verschieben, als die Propagandamaschinerie der Nationalsozialisten in der Kampagne „Hitler über Deutschland“ ihren Führer zum Herrn des Himmels und der Lüfte stilisierte. Nun war die Konkurrenz der kommerziellen Himmelsschreiber endgültig unerwünscht. Nach der „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 wurden der Firma Henkel denn auch immer häufiger von Amts wegen keine Genehmigungen für ihre Propagandaflüge mehr erteilt. Als immer mehr Henkel-Piloten zum Militärdienst wechselten, kam ein massives Personalproblem hinzu. Am 29. Februar 1936 schied der letzte von ihnen aus der Firma aus. Die Bilanz freilich konnte sich gleichwohl sehen lassen: 4919-mal hatten sie bis dahin das Wort „Persil“ mit Rauchbuchstaben in den Himmel geschrieben.
Nach dem Krieg versuchte man bei Henkel an die hauseigene Tradition der Himmelsschreiberei anzuknüpfen, auf bescheidenem Niveau, mit nur zwei Flugzeugen und trotz der von den Alliierten angeordneten Flugbeschränkungen (die man durch die Anstellung englischer Piloten wie Thommy Thompson unterlief). Doch im Gegensatz zu den USA, wo sich seit den zwanziger Jahren eine kontinuierliche Himmelsschreibertradition entwickelt hatte (vor allem Pepsi hatte seit den frühen dreißiger Jahren immer wieder Himmelsschreiber unter Vertrag), blieben die Aktionen in der Bundesrepublik letztlich eine Randerscheinung in einem zunehmend auf elektronische Medien ausweichenden Werbemarkt.
Heute gehört die Himmelsschrift längst zu den kuriosen, aber abgeschlossenen Kapiteln der Werbegeschichte. Ihr letzter Nachfahr im deutschen Luftraum war Jörg Steber, dem es noch in den frühen achtziger Jahren gelang, mit seinen akrobatischen Werbeluftnummern ein Auskommen zu finden, etwa indem er die vier Buchstaben des schwedischen Möbelhauses Ikea an den Himmel malte. Doch als immer weniger Aufträge hereinkamen, verlegte sich Steber schließlich auf Touristenrundflüge über dem Hamburger Hafen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass er bei diesen im Verhältnis zur waghalsigen Himmelsschreiberei harmlosen Flügen im Juli 2006 abstürzte und, erst 51 Jahre alt, tödlich verunglückte. Im Gegensatz zu Savage war Steber ein echter Idealist, der immer auch mal eine Liebesbotschaft oder einen Smiley an den Himmel malte oder per Himmelsschrift sehr deutlich politisch Stellung auch gegen Neonazis bezog – aus eigenem Antrieb, ohne Auftraggeber.
Seit einem halben Jahrhundert ist in der werbenden Wirtschaft hingegen unbestritten: Der Aufwand, der nötig ist, mit Sportflugzeugen Rauchbuchstaben zu malen, die sich maximal eine halbe Stunde am Himmel halten, steht in keinem Verhältnis zu den Kosten und dem Werbeeffekt. Sofern heute Luft und Himmel als Werbefläche dienen, geschieht dies in der Regel mithilfe von Ballons oder Luftschiffen. Kommen Flugzeuge zum Einsatz, so ausschließlich im Bannerschleppflug.
Einen blassen Abglanz einstiger Himmelsschreiberkünste vermitteln allenfalls noch die militärischen Kunstflugstaffeln mit ihren bunten Rauchfahnen. Woher diese Tradition kommt, dürfte allerdings den wenigstens Zuschauern solcher Ereignisse klar sein. Das erste Patent, per Flugzeug farbigen Rauch zu versprühen, wurde schon 1924 erteilt. Inhaber war ein gewisser Jack Clifford Savage…
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