Teilauszug meiner Lebensgeschichte

Also, wie schon gesagt:
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Vor einigen Monaten verstarb ich auf eigenen ausdrücklichen Wunsch.
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Ich hatte mir absichtlich, willentlich und wissentlich eine Blutvergiftung zugefügt, da ich überhaupt keinen Sinn im Leben mehr sah. Keine Hoffnung hatte.
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(Bevor Sie weiterlesen:
Mir ist aufgefallen, dass Menschen sehr unterschiedlich auf z.B. Schicksalsschläge reagieren.
Was der Eine ziemlich gut „wegstecken“ kann, ist für den Anderen kaum oder gar nicht zu bewältigen…)
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Meine Frau, mit der ich über 21 Jahre lang verheiratet war und die ich über alles liebte, hatte mich von einem Tag auf den anderen verlassen.
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(… bis dass der Tod euch scheide??? Das klingt für mich inzwischen wie blanker Hohn… Ich verstarb doch erst Monate NACHDEM meine Frau von mir weggegangen war.
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Also hat definitif NICHT der Tod uns geschieden (!!!))
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Alle unsere gemeinsamen Wünsche, Hoffnungen, Träume und Pläne waren nun nach ihrem Weggang auf einen Schlag zerplatzt.
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Für immer.
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Ja, halten Sie mich ruhig für altmodisch (Grufti – Skeletti – Komposti). Für mich haben eben „alte“ Werte immer noch eine große Bedeutung und einen hohen Stellenwert, ich kann mir nicht helfen…).
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Ich glaubte (ja, ich war felsenfest überzeugt!), eigentlich alles zu haben:
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Eine Traum-Frau und einen Traum-Job.
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Was will man denn noch mehr im Leben…
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Kurz gesagt: Ich fühlte mich rundum glücklich.
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Und zutiefst zufrieden. Wunschlos!
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In den Anfängen der Gründung unseres Unternehmens hatten wir häufig Pech. Nicht nur einmal wollte ich entmutigt aufgeben.
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Doch meine Frau munterte mich immer wieder unermüdlich auf. Jedes mal. Immer wieder.
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Meine Frau und ich hatten uns, nachdem sich nach Jahren dann endlich der Erfolg eingestellt hatte, am Stadtrand ein wunderschönes, idyllisches (mit frei auf der Wiese grasenden Kühen und Pferden gleich beim Nachbarn nebenan) Grundstück mit 9.000m² gekauft (und komplett abbezahlt), auf dem sich ein nigel-nagel-neues Wohnhaus mit 700m² Wohnfläche (und einer 80m² großen Terrasse) sowie eine ebenso neue 7m hohe Industriehalle mit 1.200m² Fläche befand.
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Auch zwei Teiche mit je 50 und 15m² befanden sich darauf, sowie ein hübsches hölzernes Gartenhäuschen mit 30m².
Umgeben war das gesamte Grundstück von einer uneinsehbaren, 3m hohen, eleganten, schneeweißen Kalksandstein Mauer.
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Entlang der Mauer (etwa 2m daneben) plätscherte ein kleiner Bach.
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Auf diesem Grundstück konnten wir unseren Interessenten sowohl eine fertige von uns erstellte Indoor-Show (bzw. Installation) als auch große Outdoor-Veranstaltungen live genau so vorführen, wie es später beim Kunden dann aussehen würde.
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Sogar unsere weltgrößte Wasserleinwand (Hydroschild) mit über 30m Höhe und 90m Breite konnten wir live mit allem Drum und Drann demonstrieren.
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In einem 40m langen Wasserbecken befand sich eine unserer Wasserorgeln und weitere Wassereffekte.
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Laseranlagen und Hochleistungs-Videoprojektoren, Duft- und Nebelgeneratoren rundeten das Komplettpaket zur Live-Vorführmöglichkeit ab.
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Als stark naturverbundener Mensch verliebte ich mich regelrecht in dieses Grundstück, auf dem sich auch mehrere Jahrzehnte alte, große, stämmige Bäume mit teilweise über 2m Durchmesser sowie eine Menge Sträucher befanden.
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Wir hatten nicht nur unseren eigenen, ca. 80m² großen Gemüsegarten, sondern auch viele Obstbäume und -Sträucher.
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Sogar wilde Fasane fühlten sich bei uns offensichtlich wohl, denn sie kamen immer wieder zu uns.
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Trotz der ländlichen Idylle hatten wir nur 15 Minuten zu Fuß bis zum Lidl und 25 Minuten zum Aldi.
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Eine Bushaltestelle war nur 30m entfernt.
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Wir fühlten uns glücklich und pudelwohl dort. Fast ein eigenes kleines Paradies.
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Meine geliebte Frau war für mich immer meine kleine Prinzessin gewesen…
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Von Anfang an.
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Ich spürte gleich zu Beginn an, als ich sie kennenlernte, den starken Wunsch, sie rundum glücklich zu machen und sie restlos zufrieden zu stellen. Denn ich liebte sie abgöttisch.
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Sie war der einzige Mensch auf der Welt, dem ich uneingeschränkt, dem ich absolut und vollkommen vertraute. Nicht nur zu 100 Prozent, sondern weit darüber hinaus.
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Bei dem ich mich vollkommen geborgen, verstanden und sicher fühlte. Mein Ein und Alles. Für mich war sie „Abraham’s Schoß“.
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Und meine riesige, gewaltige, unerschöpfliche Kraftquelle sowie mein Antrieb.
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Ich konnte ihr alles erzählen, mit ihr über alles reden.
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Und sie unterstützte mich nach Kräften bei meinen Plänen.
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Nicht nur mit Rat. Sondern auch mit Tat. Sie half sogar beim Sägen, Feilen, Bohren und Schweißen der Metallteile!
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Wir hatten zusammen die Welt bereist, gingen gemeinsam durch Dick und Dünn, meisterten Hand in Hand riesige Probleme und extreme Herausforderungen, erlebten gute und schlechte Zeiten.
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Wir lernten gemeinsam Dinge, wie z.B. das Gleitschirmfliegen. Auch den Tauchschein machten wir gemeinsam auf den Malediven.
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Alleine, mit unseren Händen, viel Blut und noch mehr Schweiß gelang es uns, innerhalb von neun Monaten eine ausgediente große Fabrikhalle zu einem Schmuckstück zu verwandeln.
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Dieses nun riesige Erlebnis-„Wohnzimmer“ diente uns als Vorführ-Studio, in dem wir unsere Produkte und Dienstleistungen eindrucksvoll und ausdrucksstark präsentieren konnten.
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Einigen Personen gefiel unser Schmuckstück so gut, dass sie es aus hunderten Kilometern Entfernung für eine Tagung, einen Kongress und andere Veranstaltungen anmieteten.
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Von sich aus boten sie uns Beträge von EUR 5.000,– Tagesmiete für die nackte, leere Halle an – so sehr gefiel sie ihnen!
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Über 21 Jahre lang hielten meine Frau und ich zusammen wie ein Herz und eine Seele…
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(Jeder Mensch hat eine Wirbelsäule, doch Renate war mein Rückgrat! Mein Berater, meine Stütze, meine rechte Hand und zuverlässige Entscheidungs-Helferin – ohne sie hätte ich NIE (gar niemals nie nicht) das erreicht, was ich alles erreicht habe. NIE!!!).
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So eine Frau muss man erst einmal finden!
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Ein solches Glück hat man wohl nur einmal im Leben.
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In meiner dummen, kindlichen Naivität dachte ich ernsthaft, unsere gemeinsamen Erlebnisse würden zwei Menschen stark zusammenschweissen – und jetzt war sie plötzlich von einem Tag auf den anderen weg…
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Das zog mir komplett den Boden unter den Füßen weg und fühlte sich für mich buchstäblich wie der sprichwörtliche Schlag mit einem dicken, großen, schweren Balken mitten in’s Gesicht an.
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Monate lang war ich vollkommen benommen und konnte wortwörtlich keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen.
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Die gesamte mir bis zu diesem Zeitpunkt bekannte und vertraute Welt brach für mich wie ein Kartenhaus, wie ein Scherbenhaufen in sich zusammen, in tausende und abertausende winzig kleine Einzelteile.
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So ein Erlebnis wird mir nun für immer versagt bleiben... Ich bin fassungslos
(So ein schönes Erlebnis wird mir nun für immer versagt bleiben… Ich bin fassungslos)

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Hätte mir zu diesem Zeitpunkt jemand gesagt, Kühe wären grün oder Zwei plus Zwei sei Sieben – ich hätte es ohne mit der Wimper zu zucken auf Anhieb – ohne zu zweifeln – geglaubt.
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Wirklich!!!
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Denn ich wusste nicht mehr was Wahr und was Falsch ist.
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Ich wollte doch mit dieser Frau alt werden, mit ihr gemeinsam den Lebensabend verbringen!
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Für mich war die Ehe vergleichbar mit einem Flugzeug in 10 km Höhe während eines 12 Stunden Fluges, bei dem weder Pilot noch Copilot nach nur einer Stunde Flugzeit einfach mal so sagen können:
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„Ich habe nun keine Lust mehr und steige jetzt aus“.
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Ich fühlte mich buchstäblich wie in einem bitterbösen, grausamen Alptraum, der einfach kein Ende nehmen wollte und war grenzenlos verstört und gründlich verwirrt.
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Es ist eine Sache – eine äußerst grausame – wenn der eigene Ehepartner verstirbt.
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Doch etwas ganz anderes ist es, wenn der Ehepartner einfach weggeht – und nie mehr wieder kommt.
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Denn gegen den Tod kann man häufig nichts ausrichten.
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Doch wenn der Ehepartner freiwillig einfach weg geht – das wirft eine ganze Anzahl an Fragen auf.
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Und bricht das Herz in Stücke.
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Und schmerzt abgrundtief.
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Ich machte mir riesige Vorwürfe.
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Ständig kreisten meine Gedanken um die Frage:
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„Was hast du bloß falsch gemacht? Bist du so ein böser, so ein schlechter Mensch, daß sie es mit dir nicht mehr ausgehalten hat?“.
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Und so wuchsen auch noch grausame, nicht enden wollende Schuldgefühle in mir. Tag für Tag wurden sie größer.
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Ich kam zu der felsenfesten Überzeugung:
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Ich bin ein schlechter, ein böser, gemeiner Mensch, der kein Recht darauf hat, weiter zu leben„.
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Denn einen guten, einen lieben  Menschen verlässt der eigene Ehepartner doch nicht einfach!
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Es fühlte sich für mich an, als würde ich in ein tiefes, schwarzes, bodenloses, großes Loch fallen – bei vollem Bewusstsein. Ich fiel und fiel hilflos, immer tiefer und tiefer, und es nahm einfach kein Ende.
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Monate lang.
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Eine nicht enden wollende Situation, auf die ich keinerlei Einfluss nehmen konnte, egal was ich auch machte. Und es war einfach kein Ende in Sicht.
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(so sehr sehne ich mich danach, im Alter eine solche Liebe zu geniessen - doch es wird ein unerfüllter Wunschtraum bleiben)
(so sehr sehne ich mich danach, im Alter eine solche Liebe zu geniessen – doch es wird ein unerfüllter Wunschtraum bleiben)

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(Da ich offensichtlich viel dümmer und naiver bin, als ich aussehe, habe ich einen riesigen, verhängnisvollen und schwerwiegenden Fehler begangen:
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Damit meine geliebte Frau für den Fall, daß mir etwas zustößt, „versorgt“ wäre, ließ ich das ganze oben beschriebene Grundstück notariell auf sie schreiben.
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Und Sie ahnen es wohl schon:
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Während die Ärzte im Krankenhaus fieberhaft um mein Leben kämpften, verkaufte meine Frau das Grundstück weit – wirklich sehr weit – unter Wert.
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Ein weiterer Punkt, der mich ohnmächtig vor Schmerz machte…).
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Verwandte und gute Freunde kümmerten sich liebevoll und fürsorglich um mich, insbesondere meine langjährigen Freunde Asmus Uwe „Sonny Crockett“ Winter (seit über 30 Jahren mein Freund und verantwortlich für sehr Vieles, was ich im Leben erreicht habe!) und Peter Kinold (Chef und Inhaber der Kinold Messegesellschaft, ein jahrelanger treuer Stammkunde – genau wie Asmus ein unglaublich lieber, verrückter und ausgeflippter Kerl).
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(Merkwürdiger Weise rührte sich jedoch der allerbeste Freund, den ich wohl jemals hatte, Waldemar Reichert, seit meinem Tod überhaupt nicht mehr…)
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Bis heute kann ich nicht sagen, was mich schlimmer, tiefer verletzt, niedergeschlagen und getroffen hat:
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Der Weggang meiner Frau oder der Tod meiner Mutter, als ich acht Jahre und neun Monate alt war…
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Ohne meine geliebte Frau konnte und wollte ich nicht mehr leben.
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Für mich war es so, als sei eine Hälfte von mir herausgerissen worden.
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Sie war meine erste und einzige Freundin gewesen, meine große Liebe, mein Ein und Alles, und noch weit vor meinem heiß und innig geliebten Unternehmen mein Lebenszweck, mein Lebensmittelpunkt, mein Lebenssinn und mein Lebensinhalt.
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(ist es nicht schön, im Alter noch so sehr verliebt zu sein? Ich kann mir nichts - rein gar nichts - schöneres vorstellen; und für mich bleibt all dies für immer unerfüllt...)
(ist es nicht schön, im Alter noch so sehr verliebt zu sein? Ich kann mir nichts – rein gar nichts – schöneres vorstellen; und für mich bleibt all dies für immer unerfüllt…)

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(Und auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich für komplett bescheuert halten: Ich habe immer noch eine unbändige, unkontrollierbare Sehnsucht nach ihr! Häufig weine ich deswegen hemmungslos über Stunden hinweg…).
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Nachdem ich meinen Selbstmord begangen hatte, wurde ich aus mir bis heute unerklärlichen, mysteriösen Gründen und einer merkwürdigen, seltsamen Verkettung eigenartiger, nicht nachvollziehbarer und eigentlich nicht möglicher Zufälle leblos am Boden liegend aufgefunden.
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Wie lange ich dort tot gelegen bin, konnte mir keiner sagen.
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Nochmals: In meinen Augen war es VOLLKOMMEN unmöglich, dass ich noch rechtzeitig gefunden und gerettet werde (!!!).
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Ich hatte nämlich alles – wirklich ALLES –  minuziös perfekt geplant und vorbereitet.
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Und TROTZDEM fand man mich…
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Sehr merkwürdig, eigenartig und für mich unverständlich.
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War ja mein Selbstmord kein „Hilferuf“ gewesen (an wen denn auch? Das würde meine Frau auch nicht mehr zurückbringen, das wusste ich ja – sie war endgültig weg), wie es kindlich-naive Hobby-Küchen-Psychologen häufig in ihrem Leichtsinn beschreiben, sondern sollte für mich das endgültige Aus und Ende sein.
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Nach dem Computerspiele-Prinzip „Game Over – Das Spiel ist vorbei und unwiderruflich für immer verloren. Wiederholung nicht möglich.“)…
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Entgegen meiner Monate langen Bitten an mein Umfeld (denn ich plante ja alles gewissenhaft und akribisch lange im Voraus), „im Falle eines Falles“ auf gar keinen Fall Notarzt oder Rettungswagen zu rufen, alarmierte man gegen meinen ausdrücklichen Willen trotzdem die Notrufstelle.
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Ich hatte – nebenbei bemerkt – trotz emeinem großen Untergewicht außerdem extremen Diabetes Typ 2 mit Werten nüchtern zwischen 550 und 650 (ja, ich weiß, da ist man normaler weise schon im Koma – doch offensichtlich hatte sich mein Körper im Laufe der Jahre irgendwie an den hohen Blutzuckerwert gewöhnt).
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Als Ergebnis der Blutvergiftung bekam ich multiples Organversagen im Endstadium.
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Meine Leber hatte aufgehört zu funktionieren, ebenso meine Nieren, und auch mein Herz blieb stehen.
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Meine Atmung setzte aus, und auch mein Gehirn zeigte keinerlei Aktivitäten mehr (all das wurde mir später vom Krankenhauspersonal und den Ärzten erzählt).
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Außerdem hatte ich zum Zeitpunkt meines Abtransports ins Krankenhaus einen Blutzuckerwert von angeblich über 1.000…
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Bei einer Größe von 1,73m wog ich keine 50kg mehr – hatte ich doch vor lauter Kummer über Wochen hinweg keinen Appetit mehr und aß daher kaum etwas.
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Sowohl im Rettungswagen als auch im Krankenhaus begann man mit den Wiederbelebungs-Maßnahmen.
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Doch den mich bgleitenden Personen erzählten fünf Ärzte, die diese Reanimations-Versuche durchführten, übereinstimmend, dass ich eine Lebens-Chance von Null Prozent (0%) hätte. Also auf gut Deutsch:
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Nichts mehr zu machen, der kommt nicht mehr in’s Leben zurück. Endgültig tot. Aus und vorbei.
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Warum und wieso ich dennoch wieder ins Leben zurückgeholt werden konnte, habe ich bis heute nicht erfahren.
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Alle Beteiligten, die ich fragte, erklärten mir mit einem freundlich-verschmitzten Lächeln und Augenzwinkern:
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„Da oben wollte wohl jemand nicht, dass Sie tot bleiben“.
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Angeblich hatte ich 16 (in Worten: sechzehn) Infusionsschläuche, die in meinen Körper eingeführt waren.
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Und da an meinen Armen scheinbar nicht mehr ausreichend Platz für all die Infusionen war, schnitt ein Chirurg weitere Zugänge in meinen Brustkorb.
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Personen, die mich damals auf der Intensivstation besuchten, erzählten mir später, dass sie nicht einmal im Fernsehen gesehen hätten, dass jemand an so viele Geräte und Computer angeschlossen gewesen wäre wie ich.
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Nach drei Monaten im Koma wachte ich dann irgendwann auf, und nach weiteren zwei Monaten entließ man mich aus dem Krankenhaus.
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Im Liegen, denn ich war zu schwach, um mich aufzurichten.
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Ich musste noch über viele Monate hinweg gefüttert werden, da ich aus Schwachheit meine Arme nicht heben konnte.
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Auch das Laufen musste ich später von Null auf mühsam wieder lernen.
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Entsetzlich, diese Erfahrung (über Monate hinweg musste ich sogar gewickelt werden, da ich ja nicht aufstehen und auf die Toilette gehen konnte).
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Als gesunder Mensch hat man gar keine Chance, nachzuvollziehen, nachzuempfinden, wie bodenlos grausam die Erfahrung ist, dass man einfach nicht mehr laufen kann.
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Ich hätte damals vor lauter Verzweiflung, Scham und damit verbundener extremer Wut wie Rumpelstilzchen ungespitzt in den Boden einsinken können, so außer mir war ich!
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Und angeblich hatte ich dann während meines dreimonatigen Komas auch noch einen Hirnschlag (Schlaganfall) bekommen.
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Seither bin ich auf dem linken Auge komplett blind (ich kann nicht einmal erkennen ob es hell oder dunkel ist).
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(ist das nicht wunderschön? Für mich ist es das Schönste auf der Welt...)
(ist das nicht wunderschön? Für mich ist es das Schönste auf der Welt…)

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Meine Frau hatte einen anderen, 15 Jahre jüngeren Mann kennen gelernt und lebte mit ihm zusammen.
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Und auch einen großen Teil des Firmen-Equipments nahm sie einfach an sich. Bis heute kämpfe ich vor Gericht darum.
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Das war jetzt schon das zweite (na ja, eigentlich sogar das dritte) Mal, dass ich dem Tod von der Schippe gesprungen bin (der Sensenmann muß wohl kochen vor Wut).
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Denn im Alter von 19 Jahren erlitt ich als Beifahrer bei einem schweren Frontal-Zusammenstoß mit einem Tieflader (Sattelschlepper), der einen mehrere Tonnen schweren Bagger geladen hatte, einen Genickbruch. Der Aufprall war so stark, dass der Bagger auf dem LKW angeblich um einige Zentimeter verschoben wurde.
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Normalerweise ist man bekanntlich bei so einem Unfall mit Genickbruch auf der Stelle tot (obwohl es außer mir auch noch andere Fälle gibt, bei denen Personen ebenfalls einen Genickbruch überlebt haben).
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Die mich im Uni-Klinikum Innsbruck behandelnden Ärzte erklärten mir mit ernstem Gesichtsausdruck, dass es ein Wunder sei – wenn ich schon nicht am Genickbruch gestorben bin – dass ich nicht „wenigstens“ vom Hals abwärts gelähmt bin.
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Trotzdem würde ich wohl ein Leben lang ein Krüppel bleiben, hieß es (aufgrund einer an meinen Schläfen mit Schrauben befestigten sogenannten Crutchfield-Extension, die ununterbrochen, 24 Stunden am Tag, mit Hilfe von Gewichten meine Wirbel auseinander zog)…
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Und auch hier – die Ärzte begreifen ebenfalls immer noch nicht warum – stabilisierte sich mein Zustand aus unerklärlichen Gründen nach langer Zeit irgendwann so weit, dass ich heute wieder ein ganz normales Leben führen kann (mit einer kleinen Bewegungseinschränkung beim Drehen des Kopfes).
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(Übrigens, meine gesamte Lebensanschauung, mein Weltbild und meine Werte-Hierarchie wurden von diesem Ereignis gründlich erschüttert und auf den Kopf gestellt.
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Wenn man als junger Mensch buchstäblich ans Krankenhausbett gefesselt ist, sich monatelang nicht waschen, nicht auf die Toilette gehen kann, als extrem naturverbundener Mensch nie mehr wieder barfuß über eine Wiese oder durch den Wald gehen, an Blumen schnuppern und Insekten beobachten wird können, und überhaupt nicht mal die kleinste Hoffnung haben darf, dass sich diese Situation jemals ändert (und das Alles mit nur 19 Jahren) – da beginnt man die unerwartet schnelle, tragische, vollkommen unerwartete Änderung des eigenen Lebens (auf die man nicht den geringsten Einfluss hat) als unkalkulierbares Risiko zu begreifen.
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Und zu erkennen, dass so etwas ENDGÜLTIG sein kann.
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Oder, anders gesagt:
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Es wird einem schlagartig vor Augen geführt, wie innerhalb von wenigen Sekunden, ohne eigene Einflussnahme-Möglichkeit, das Leben vorbei sein oder sich von Grund auf dauerhaft zum eigenen Nachteil ändern kann.
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Das verändert einen Menschen grundlegend und gründlich).
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Sie dürfen mir glauben, dass ich beinahe täglich intensivst über alle diese Vorfälle nachdenke und grüble.
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Ich kann einfach nicht verstehen, was da eigentlich passiert ist… (zumal es am 21. Januar 2001 einen weiteren Vorfall gab, bei dem ich ebenfalls auf nicht nachvollziehbare, unerklärliche Weise überlebte – aber ich möchte Sie hier nicht weiter damit langweilen).
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Obwohl ich mich für einen überdurchschnittlich gläubigen Menschen halte, glaube ich (aufgrund bestimmter Fakten) nicht daran, dass „jemand nicht will“ dass ich aus dem Leben scheide. Wer bin ich denn schon…
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Mit der liebevollen, unermüdlichen, ausdauernden. hartnäckigen und beharrlichen Hilfe und Unterstützung meiner Umgebung konnte ich mich im Laufe der Zeit wieder so weit fangen, daß ich trotz des seelischen Schmerzes, den ich weiterhin verspürte, meiner zweiten großen Liebe – meinem Unternehmen und meinem Beruf – wieder nachgehen konnte.
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Das war ja Jahrzehnte lang meine Erfüllung gewesen. Meine größte Leidenschaft. Mein Hobby, das ich zum Beruf machen konnte. Meine Lebensaufgabe.
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Zurzeit bereiten wir einen Großauftrag aus einem arabischen Land vor.
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Näheres werden Sie auf der Seite mit meinen Referenzen entnehmen können.
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